Sichelchamm

Der Sichelchamm ist ein Gipfel im Schweizer Kanton St. Gallen über dem Ostende des Walensees. Auf dem Gipfel treffen sich die Gemeindegebiete von Grabs im Rheintal und Walenstadt im westlich gelegenen Seeztal, wobei er von der Rheintaler Seite aus vom Gamsberg verdeckt wird.

Ein gut sichtbares Felsband, welches sich über die Churfirsten über den Walensee hinweg zieht, bildet in der Westflanke des Sichelchamms eine markante Falte; diesen sichelförmigen parallelen Bögen verdankt der Berg seinen Namen. Der Flurname in diesem Gebiet heisst “In den Gassen”. In der Zentrumszone der Falte stehen weitere Strukturen wie eine kleine frei stehende senkrechte Wand. Aus der Nähe betrachtet verliert die Flanke ihr prägendes Element.

Die Kette zieht sich weiter über den Gamsberg und den Fulfirst zu Alvier und Gauschla, dessen Vorgipfel Gonzen den Abschluss der Tal-Teilung von Sargans bildet: der Rhein biegt nach Nordosten ab und überlässt das westliche, ebenfalls vom Rheingletscher geschaffene Tal der Seez.

Vom Sichelchamm gegen Westen setzt sich die Kette mit den Churfirsten fort, die Gipfel bleiben auf den gesamten etwa 15 Kilometer Länge zwischen 2200 und 2380 Metern hoch, um dann am westlichen Ende vom Selun schlangenförmig abzusinken, siehe Churfirsten.

 



Areuse-Schlucht

 

Die Areuse-Schlucht bei Boudry zählt zweifellos zu den schönsten Schluchten der Schweiz. Gewaltige Felsformationen bilden die Kulisse zu diesem Naturspektakel. Gleich daneben überragt der hufeisenförmige Felsen des Creux du Van die Szene. Grandios. Die Wanderung durch die Areuse-Schlucht beginnt in Noiraigue im Val de Travers und führt über unzählige Treppenstufen und Brücken hinunter nach Boudry.







Verenaschlucht SO / CH

Nördlich der Stadt Solothurn, in der Stille der Verenaschlucht, liegt die Einsiedelei. Hier geht noch heute eine Einsiedlerin ihrer Arbeit nach. Die Schlucht mit Kapellen und Eremitenklause ist ein beliebtes Ausflugsziel. Die zwei Restaurants Kreuzen und Einsiedelei laden zur Pause ein.

 

Die ersten schriftlichen Nachrichten über die Einsiedelei finden sich erst im 15. Jahrhundert: 1426 wird die Martinskapelle erwähnt und eine Notiz aus dem Jahre 1458 berichtet vom hohen Alter und dem baufälligen Zustand der Verenakapelle. Im 18. Jh. verlor die Einsiedelei St. Verena ihre Bedeutung als Kultstätte, was sich im Besonderen darin zeigte, dass als Hüter der beiden Kapellen keine Ordensleute mehr eingesetzt wurden, sondern Laien. Dieser Posten scheint jedoch recht beliebt gewesen zu sein, denn die meisten «Waldbrüder» waren Stadtsolothurner, bei deren Tod es regelmässig zu Wettbewerben zwischen den Anwärtern kam.

Die mit der Aufklärung erwachende Schwärmerei für romantische Naturschönheiten verschaffte der Einsiedelei eine neue Bedeutung als vielbesuchte Sehenswürdigkeit für den wachsenden Tourismus. Besondere Förderung erfuhr sie durch den französischen Emigranten Baron Louis-Auguste de Breteuil, der 1791 einen Weg entlang dem Bach anlegen liess.


Taubenlochschlucht

 

Die Bieler Taubenlochschlucht erstreckt sich über knapp zwei Kilometer Länge von Frinvillier (517 m ü.M.) nach Bözingen (447 m ü.M.). Am tiefsten Punkt der Schlucht fliesst die Schüss, die im St. Immertal entspringt und nach der Durchquerung der Jura-Seekette in den Bielersee mündet.

Die Taubenlochschlucht steht seit 1927 teilweise unter Naturschutz. Die Taubenlochgesellschaft, als Taubenloch-Aktiengesellschaft eigens zu diesem Zweck gegründet, machte die Schlucht mit dem Bau eines Wanderweges 1889 zugänglich und zu Fuss passierbar. Der Wanderweg durch die schroffe und in ihren Tiefen entlang dem Flussbett der Schüss enge Taubenlochschlucht ist ab Bahnhof Biel bequem mit dem Bus zu erreichen: Richtung «Eisbahn» bis Haltestelle «Taubenloch», Einstieg zum Erlebnis-Wanderweg beim Restaurant «Zum wilden Mann». Ab Frinvillier fährt der Zug zurück nach Biel. Oder umgekehrt. Die Wanderung dauert so oder so 35 Minuten. Macht hin und zurück eine gute Stunde.


Valère und Tourbillon

 

Das Stadtbild von Sitten ist von den beiden wunderschönen Hügeln Valeria und Tourbillon geprägt. Auf Valeria thront die Stiftskirche, eine harmonische Mischung romanischen und gotischen Stils. Sie war schon gegen 1000 Sitz des Domkapitels und enthält eine seltene Kostbarkeit: die älteste noch spielbare Orgel der Welt, etwa um 1390 entstanden. Die im 13. Jahrhundert erbaute Sommerresidenz der Bischöfe von Sitten auf Tourbillon ist seit dem grossen Brand von 1788 eine Ruine. Zwischen den beiden Hügeln liegt die Allerheiligenkapelle, ein kleiner romanisch-gotischer Bau aus dem 14. Jahrhundert. Etwas unterhalb von Valeria liegt die mittelalterliche Altstadt mit dem Hexenturm, dem letzten noch erhaltenen Turm der alten Stadtbefestigung.